Wie ich mein gebrochenes Rückgrat heilte

Kavita Freedom berichtete auf der 8. Intl META-Health Conference in Mumbai, 2017 über ihren unglaublichen Heilweg und über ihre Methode:

Meine Reise

2001 hatte ich einen Riesenstreit mit meinem Exmann, der mich komplett bewegungslos machte: in wenigen Minuten verlor ich die Kontrolle über meine Darm- und Ausscheidungsfunktionen, und ich brach unter fürchterlichen Rückenschmerzen am Boden zusammen. Ich war nicht einmal in der Lage, ins Krankenhaus transportiert zu werden – erst am nächsten Tag kam ich dorthin, und die Magnetresonanzuntersuchung zeigte, dass meine L4/L5-Zwischenwirbelscheibe komplett zerrissen war. Die Ärzte sagten mir, ich müsste sofort notoperiert werden, ansonsten bliebe ich für den Rest meines Lebens gelähmt.

Die Operation verlief nicht gut und endete mit einer CSF-Leckage: die Cerebrospinale Flüssigkeit floss vom Gehirn wie ein Wasserfall mein gesamtes Rückenmark hinab bis an den Ort des Eingriffs, wo sie austrat und sich sammelte – es war so, als trüge ich eine Zitrone am unteren Rücken herum. Jedesmal, wenn sie Druck bekam, wurde Flüssigkeit zurück in mein Hirn gepresst und verursachte Spasmen, bei denen ich komplett das Bewusstsein verlor. Ich hatte im Nachhinein auch keine Erinnerung mehr daran, was vorgefallen war. Die einzige Lösung, die mir angeboten wurde, war eine weitere Operation.

Ich fragte, wie man denn herausfinden wolle, von wo die Leckage stammt, und er erklärte mir, dass man eine färbende Substanz injizieren würde, so dass man die Austrittsstelle auffinden und verschließen könne. Ich war vielleicht keine Einserschülerin in Biologie gewesen, aber hatte doch ein Bild vom Nervensystem als hochkompliziert – und ich fragte mich, wie es möglich sein sollte, aus diesem Gewirr genau die richtige Stelle zu lokalisieren und zu versiegeln.

An dem Tag traf ich die tapferste Entscheidung meines Lebens, und trat von der die OP zurück. Der Arzt warnte mich, ich könne ins Koma verfallen, mein Herz könnte stehenbleiben, und ich könnte für den Rest des Lebens gelähmt sein. Für mich spielte das keine Rolle mehr. 1 1/2 Jahre lang kämpfte ich mit Anfällen und suchte nach einer andere Lösung, diese „Zitrone“ loszuwerden. Ich konnte nicht gehen, nicht sitzen, nicht auf dem Rücken schlafen. Ich benutzte Kissen, die mich in Position hielten, damit ich im Schlaf keinen Anfall bekam. Zu diesem Zeitpunkt wurde mir klar, dass ich in einem konstanten Wachsamkeitsmodus befand, um Anfälle zu verhindern. Ich hatte nur einen Gedanken: „was kann ich tun??“

Da fiel mir das Buch „You can heal your life“ in die Hände. Ich begann nach diesem System zu arbeiten, und mit der Hilfe eines Psychologen befreite ich meine Wut und meine Angst, bis nach nur 3 Monaten die Leckage geheilt und die Flüssigkeit an ihrem rechten Ort zurückgekehrt war! Die Scans beweisen das. Dann kam die Bowen-Therapie zu mir und half mir, die Muskeln zu stärken, so dass ich heute ich wieder total beschwerde- und sorgenfrei stehen und gehen kann.

Und dann lernte ich META-Health kennen, was mit die Fragen beantwortete, wie es zu dem ganzen Geschehen gekommen war: ich hatte nie Unterstützung erfahren – weder von meinen Eltern, noch von meinem Ex-Ehemann, also war der Rücken sehr geschwächt. Es war immer „mein Fehler“ gewesen, wenn jemand mich nicht anerkennen konnte. In diesem großen Streit zerbrach meine Stabilität vollkommen.

Und im Krankenhaus hatte man mich vor der OP ganz ausgezogen und nur mit einem Laken bedeckt – so wurde ich von meinem Zimmer zum OP-Saal gefahren. Ich habe eine Geschichte von Missbrauch vom 12ten bis zum 18ten Lebensjahr. Ich war also in kompletter Angst, was mit mir geschehen würde – auch abseits vom chirurgischen Eingriff! Und grade noch bevor ich narkotisiert wurde, hörte ich jemand sagen:“deck sie richtig auf, sie hat nichts an“. Panik! Das war mein Zustand, als ich die Anästhesie bekam.

Nach der OP bekam ich Fieber [Regenerationsphase]- ich wusste, ich war am Leben. Und zusammen mit dem Fieber kamen starke Kopfschmerzen. Die Ärzte konnten keinen Grund dafür finden – erst META-Health erklärte es mir! Danach arbeitete ich meine Ängste und die vergangenen Traumen des Missbrauchs auf. Ich hatte meinen Selbstwert nie empfunden, hatte mich selbst auch nicht wertschätzen können.

Heute helfe ich meinen Klienten mit diesen Ansätzen:

Heal your Life, Bowen-Therapie und META-Health in Kombination.

Ein Beispiel:
Übersäuerung beruht auf unterdrücktem Ärger. Wenn wir die Traumen identifizieren, die den Ärger erzeugt haben, schaue ich nach der emotionalen Ladung im Körper. Ich frage „wie und wo spürst du diese Säure?“. Wenn wir das herausgefunden haben, schaffe ich einen sicheren Raum – traumatisierte Menschen kennen nämlich keinen sicheren Weg, mit ihren Emotionen umzugehen. In der Sicherheit können sie das Erlebte vervollständigen und abschließen. Dabei wird auch die Isolation gebrochen, so dass sie aus dem UDIN [unerwartet, dramatisch, isolierend, strategieloser Moment und ressourcenloser Zustand] kommen. Sie können sich nun ausdrücken, die Emotionen herauslassen. Dann frage ich: Was konntest du damals nicht tun? – Und wir machen eine Liste darüber: „Ich war gebannt von Angst, ich konnte nichts sagen, ich unterdrückte meine Wut, ich fühlte mich hilflos“, was auch immer dazugehört.

Dann helfe ich ihnen, jedes davon abzuschließen: wir schaffen einen sicheren Weg, Wut rauszulassen – z B in ein Kissen schlagen; ich lasse sie durch die Angst hindurch gehen, was sie aus der Erstarrung führt; ich lasse sie sich gegenüber allen am Trauma beteiligten Personen ausdrücken, bis die Heilung vollzogen ist. Danach gebe ich inen weitere Unterstützung mit der Hilfe von Leitsätzen, Affirmationen und Bowen-Therapie. Bowen hilft dem Körper zur Balance während der Regeneration und durch die Heilkrise, und Affirmationen füllen die Lücke auf, die im Trauma entstand, und geben neue Orientierung. Bei Übersäuerung könnte das so etwas einfaches sein wie „Es ist sicher, meine Wut rauszulassen“. Sie merken mit der Zeit, dass es ok ist, wütend zu sein, und dass sie nur einen sicheren Weg brauchen, sich auszudrücken, um die Wut auch loslassen zu können.

Bilder: Kavita Freedom

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