Übersicht Geschlechtsorgane und emotionale Themen

Die Geschlechts- oder Sexualorgane gewähren die Reproduktions- und Überlebensfähigkeit der menschlichen Art durch Rekombination des genetischen Materials von Individuen.

Männlich:

Die männlichen Sexualorgane werden durch ihre Hauptfunktionen kategorisiert:

  • Keimzellproduktion und -Speicherung

Das Sperma wird in den Hoden (Testikeln) produziert, die sich im schützenden und wärmenden Hodensack (Skrotum) befinden. Die unreifen Spermien wandern zum Nebenhoden (Epididymis), wo sie ausreifen und gespeichert werden.

  • Produktion des Ejakulats

Die Samenbläschen, die Vorsteherdrüse (Prostata) und die Cowpersche Drüse (Bulbourethraldrüse) sekretieren das Gleitmittel und Transportmedium für die Spermien.

  • Kopulation

Die Samenleiter verbinden die Hoden im Bereich der Prostata mit der Harnröhre, die von der Harnblase kommt und die Doppelfunktion von Miktion (Urinieren) und Ejakulation hat. Der Penis verfügt über Schwellkörper, die ihn für die Kopulation aufrichten und versteifen. Diese Erektion geschieht auf sexuelle Erregung als nervliche und hormonelle Reaktion ausgelöst durch Signale des limbischen Systems.

Die männlichen Geschlechtshormone (Androgene) werden in Hoden und Nebennierenrinde produziert, und leiten die Ausbildung der sekundären geschlechtlichen Charistika ein: eine größere Statur, breitere Schultern, mehr Muskelmasse, Gesichts- und Körperbehaarung, und der Adamsapfel (vorspringender Schildknorpel de Kehlkopfes).

Weiblich:

Die Geschlechtsorgane der Frau erfüllen die Funktionen der

  • Keimzellproduktion und -Speicherung

In den Eierstöcken (Ovarien) werden die Eizellen gebildet und gespeichert. Im menstruellen Zyklus wird jeweils eine Eizelle ausgereift, die durch den Eileiter in die Gebärmutter wandert.

  • Konzeption und Schwangerschaft

Die äusseren Geschlechtsorgane der Frau sind die Vulva als Eingang zur Scheide (Vagina) und die Klitoris. Sexuelle Erregung bewirkt die Aufnahmebereitschaft für den männlichen Penis und die Sekretion von Gleitflüssigkeit in den Scheidenvorhofsdrüsen (Bartholinidrüsen). Wird die Eizelle beim Geschlechtsakt befruchtet, nistet sie sich in der Gebärmutter (Uterus) ein und reift in 9 Monaten zum Kind heran.

  • Ernährung und Ausrüstung des Babys

Im Mutterleib ist das Kind durch die Nabelschnur (Funiculus umbilicalis) an die Blutver- und -entsorgung angeschlossen. Nach der Geburt wird in der weiblichen Brust Milch produziert, die das Kind vollständig ernährt und dessen sich bildendes Immunsystem durch „Nestschutz“ unterstützt.

Hormone

Sexualhormone sind Proteine oder Steroidhormone, die mit Androgen- oder Östrogenrezeptoren interagieren. In der Hypophyse werden das Gelbkörperhormon, das Follikelstimulierende Hormon und das Gonadrotropinfreisetzende Hormon gebildet, die reproduktionsrelatierte Funktionen erfüllen. Die natürlichen Geschlechtshormone werden in den Gonaden (Eierstöcke und Hoden) gebildet, sowie in den Nebennieren oder durch Umbildung anderer Steroide im Leber– oder Fettgewebe.

Androgene so wie Testosteron haben maskulinisierende Effekte, während Östrogen und Progesteron femininer machen. Beide Arten von Sexualhormonen sind jedoch in beiden Geschlechtern präsent, wenn auch zu unterschiedlichen Anteilen.

Weitere für die Paarung relevante Hormone sind

  • Oxytocin, welches beim Orgasmus sowie beim Kuscheln ausgeschüttet wird und was Stress und Schmerzen reguliert. Es leitet auch die Geburtswehen ein.
  • Vasopressin (Antidiuretisches Hormon ADH) verengt Gefäße und fördert Wasserretention (siehe NSR ), wird aber bei Männern auch nach dem Geschlechtsakt ausgeschüttet und bewirkt die Bindung zu der Partnerin – man spricht auch vom „Monogamiehormon“.

Beide Hormone entstammen dem Hypothalamus und der Neurohypophyse

Die Ausschüttung von Sexualhormonen wird durch die Stressaktivität der Relais der Revierbereiche in der Inselregion der Großhirnrinde beeinflusst. Belastung der linken Hemisphäre mindert die Freigabe von Östrogen, Belastung der rechten Hemisphäre die von Testosteron. Auch Oxytocin und Vasopressin scheinen wichtige Rollen in Revierkonflikten zu spielen.

META-Organgewebe

Nach ihren spezifischen Hirnrelais und der Verbindung von Organgeweben mit typischen Emotion und Gedanken unterscheiden wir bei den Geschlechtsorganen:

Die Information und Grafiken entstammen dem META-Wiki im Mitgliederportal der IMMA, die Textlinks leiten weiter dorthin.

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