Nebennieren – was zeigt dir den Weg?

META-Health-Ärzte und -Therapeuten diskutierten auf der International Conference 2017 in Mumbai zum Thema Nebennieren:


Das Thema ist hier, in die falsche Richtung zu laufen und daraus entsteht Energiemangel und chronische Müdigkeit, gleichzeitig ist man im Stress.

Anu Mehta, Indien: in Indien gibt es das praktisch nicht! Also nicht so wie in Europa – da ist das ein großes Thema. Aber in unserem Land wird uns gesagt, was wir tun sollen. Und uns fällt das leicht – wir denken nicht, dass wir so in eine falsche Richtung gehen können… Also nur wenn wir dem nicht folgen, dann können wir uns so fühlen.

Dr Kwesi Anan Odum, Grossbritannien: Ja genau! Wenn man die Form der Nieren/Nebennieren anschaut, gleicht sie einem Ohr. Die Inder hören auf ihre Eltern, also reagieren sie mit der Nebennierenrinde, wenn sie davon abweichen wollen!
Aber es geht darum, auf die innere Führung zu hören, und der eigenen Berufung zu folgen.

Dr Wahi, Indien: wir sind nicht gewohnt, authentisch zu sein. Da ist noch viel Entwicklungspotenzial.

Dr Miho Nonami, Japan: Ich hatte mehrere Patienten. Eine Frau hatte eine Panikattacke, und dann blieb sie immer zuhause. Sie hatte den Konflikt in ihrer Partnerschaft gehabt und fragte sich konstant, ob die Ehe die richtige Entscheidung war – auf diesen Stress reagierten ihre Nebennieren. Heute kann man seinen Lebensweg selbst wählen, aber viele Japaner sind unruhig darüber, ob sie richtig wählen. Sie verlieren über das Denken den Kontakt zu ihrer Intuition.

Dr Kwesi Anan Odum: Das ist sehr wichtig. Wir müssen wieder lernen, der eigenen Intuition zu folgen. Wenn Menschen meinen, sie müssten den Erwartungen anderer gerecht werden, reagiert die Nebennierenrinde und nimmt uns die Energie.

Jasmina Kovacev, Neuseeland: Wir ziehen auch immer ähnlich schwingende Personen an. Ich selbst folge in meiner Arbeit sehr stark meinem eigenen Weg und brauche niemandem zu gehorchen, also treffe ich nicht auf so viele solcher Fälle. Wenn, dann handelte es sich meist um Männer, die den Spagat zwischen der Erwartung ihrer Frau und den eigenen Bedürfnissen nicht schafften. Um ihre Beziehung zu erhalten, wandten sie sich vom eigenen Weg ab.

Robert Waghmare, Großbritannien: Meiner Erfahrung nach haben das die meisten Menschen auf irgendeinem Level. Es geht nicht nur darum, den Weg zu verlieren, sondern auch darum, ob man wählen kann oder darf. Das kommt immer wieder im chronischen Müdigkeitssyndrom vor, bei Fibromyalgie, auch bei Krebsformen. Es ist stark verknüpft mit der eigenen Identität. Man kann nicht selbst wählen, weil man den Kontakt zu sich selbst verloren hat, weil man fremdgesteuert ist. Der Konflikt ist zwischen der Intuition und der Konditionierung – das Ego kämpft mit dem spirituellen Selbst.

Dr Kwesi Anan Odum: Wenn wir der eigenen Natur folgen, gehen wir ein Risiko ein. Wir müssen den Wunsch nach Bestätigung durch andere loslassen. Wenn wir kraftvoll leben wollen, das geht nicht ohne Risiko – sonst ist es ein Leben aus zweiter Hand bis zum Tod. Das ist die große Herausforderung: Furcht von den Konsequenzen.

Anu Mehta: wenn ich meiner Intuition folge, was ich ja grad tue, kann mein Partner sehr verständnisvoll sein, ohne jedoch zu verstehen! Er gibt mir Freiheit zu tun was ich will – ich frage dennoch um Erlaubnis und bis sehr dankbar, studieren zu dürfen! Ich fühle mich noch gehemmt – Ich bin vielleicht „von einem Spatzen zum Adler geworden“, aber der Käfig ist dabei mitgewachsen. Ich bin noch nicht hinausgeflogen.

Dr Kwesi Anan Odum: Anu war jetzt 100% authentisch – gibt einfach zu, was ist! Das ist die große Herausforderung für jeden von uns. Wir werden vorzeitig geboren und sind damit abhängig von Bestätigung, um zu überleben. Wenn wir dann aufgewachsen sind, trauen wir uns nicht und lügen uns an, da wäre kein Käfig.

Robert Waghmare: Da gibt es eine Metapher: wenn Elefanten gefangen gehalten werden, kettet man sie als Babies an – so lernen sie, dass sie nicht weg können. Wenn sie aufwachsen, wird die Kette auf einen Strick reduziert, schliesslich auf einen Faden. Nur ein winziges Bisschen Berührung wird dann noch gebraucht, damit der riesige Elefant gehorcht. Das ist genau, was bei den „Schienen“ in META-Health geschieht, auch durch Traditionen, Religion, Glaubenssätze: die hemmen unsere freie Entwicklung. META-Health hilft uns das zu entknoten, Sinn zu machen, und zu klären.

Dr Kwesi Anan Odum:
Jede/r muss die eigene Wahl im Leben treffen. Es ist deine Wahl, in Harmonie mit dir selbst zu kommen. Als Therapeuten können wir nur zeigen, was hinter einem Krankheitsprozess steht: die Reaktion auf der körperlichen Ebene, die Vorstellungswelt dazu, die Gefühle dabei. Wir sagen nie jemand, was er oder sie tun soll. Wir ermutigen dazu, sich selbst auszudrücken, im Bewusstsein der Wahl und der eigenen Stärke und Ressourcen.
Meine eigene Erfahrung war, dass ich in meinem Arztberuf in die verkehrte Richtung ging mit der konventionellen Medizin. Das nahm mir so viel Energie, dass ich „verschwand“ und mich niemand erreichen konnte. Als ich dann das Risiko auf mich nahm und aus der Schulmedizin ausstieg, um mit META-Health zu arbeiten und mit neuen Werkzeugen, war ich zu Anfang sehr in Zweifel, ob ich so überleben könnte, was meine Familie dazu sagt… meine Ehe zerbrach daran. Und ich sage, es war es wert. Aber das bedeutet auch: du musst etwas loslassen. Ansonsten geht es nicht. Dann geht es dir wie Steve Jobs, einer der reichsten Menschen auf der Erde, der sich fragte: all diese Macht, der Status, der Reichtum als CEO von Apple, war es das wert? Hab ich das ausgelebt, wofür ich hier bin?…

Bild: IMMA, author Kora Klapp

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